Welche Aufgabe hat eine Kunstgalerie?

Die Aufgaben einer Kunstgalerie bestehen in der Erhaltung der Kunstwerke und darin, dem Menschen die Kunst näher zu bringen und das Handeln mit Kunstgegenständen durchzuführen. Kunstgalerien haben die Aufgabe, künstlerisch wertvolle Gemälde und Skulpturen zu verwalten. Es handelt sich um einen Raum oder einen Betrieb, in dem der Kunst angehörenden Exponate ausgestellt werden; dabei übernehmen die Galeristen diverse Aufgabengebiete, wie Aufarbeitung, Pflege, Vermittlung und Vermarktung. Die Kunstgalerie verwaltet künstlerisch wertvolle Gemälde und Skulpturen, die der “bildenden Künste” angehören. Zu diesen Galerien gehört auch die Kunstgalerie in Zürich.

Die Kunstgalerie als eine Art Marktplatz

Eine Kunstgalerie, beispielsweise auch in Zürich, ist wie ein Marktplatz für Kunstgüter. Zunächst ist aber zu beachten, dass es unterschiedliche Galerietypen gibt. So ergibt sich eine grobe Unterscheidung in Primärmarkt-Galerie und Sekundärmarkt-Galerie. Zweitere befasst sich mit dem Wiederverkauf bereits etablierter Kunstwerke. Primärmarkt-Galerien spezialisieren sich auf atelierfrische Kunst. Sie sind immer auf der Suche nach neuen, aufstrebenden Künstlern. Welche Bilder aufgenommen werden, werden nicht nach Materialkriterien entschieden. Die Auswahl eines Galeristen läuft vielmehr darüber, ob und welche Künstler und welche Werke zu dem jeweiligen Konzept passen. Das bedeutet, ein Galerist legt nicht unbedingt Wert darauf, dass nur Bilder, die mit Acrylfarben gemalt wurden, ausgestellt werden. Auch Aquarelle können in einem gleichen Raum wie Ölgemälde hängen. Selbst der gewählte Maluntergrund, wie Keilrahmen oder Malplatte spielt keine Rolle. Wenn die Thematik der Ausstellung zum Stil der Galerie passt, besteht eine gute Chance, dass die Bilder genommen werden. In einer Galerie ist eine Reihe von Kunstströmungen zu finden. Nimmt man als Beispiel die Kunstgalerie in Zürich findet man dort Kunstströmungen wie Kubismus, Bauhaus, Expressionismus, Konstruktivimus über Kinetismus und Schweizer Kunst bis hin zur Ausstellung für internationale Künstlernachlässe.

Kunstgalerie arbeitet nicht kostenlos

All die oben genannten Aufgaben werden von der Kunstgalerie erledigt. Das macht eine Kunstgalerie aber nicht kostenlos. Galeristen vereinbaren mit Künstlern eine Provision und von dieser tragen sie auch die Kosten. Sei es Werbung, die Vernissage oder die Betriebskosten der Galerie selber. Dafür verwendet eine seriöse Kunstgalerie die Provision. Selbst die Mittel, die Bilder ansprechend auszustellen werden so finanziert. Sie stellen Staffeleien zum Ausstellen oder gute Wandhalterungen für Keilrahmen, damit die Kunstwerke keinen Schaden nehmen.
Vielen Künstlern aber sind diese Provisionen oftmals zu hoch. Aus diesem Grund entscheiden sich diese, selbstständige Ausstellungsmöglichkeiten zu eröffnen. Solche Galerien nennt man Produzenten-Galerien. Diese Art der Kunstgalerie hat natürlich ihre Vorteile. Man kann frei arbeiten und mehrere Thematiken und Stile in seine Kunst einfließen lassen. Im Gegensatz zur Ausstellung in einer bereits bestehenden Örtlichkeit, trägt man alle Kosten als Künstler selber.

Wie lange gibt es die Kunstgalerie?

Die Kunstgalerie ist keine Erfindung der Moderne. Schon früher wurden Kunstwerke der grossen Meister ausgestellt. Die ersten entstanden im Florenz des 16 Jahrhunderts. Zu der Zeit war die Stadt in der Toscana die Hauptstadt für künstlerisches Schaffen. Die häufig mit Ölfarben gemalten Bilder wurden in den sogenannten „gallerias“ ausgestellt. Diese waren Bogengänge in den Obergeschossen der Uffizien, die damaligen Bürogebäude wenn man so will. Vom Wort galleria leitet sich das Wort Galerie auch ab. Das moderne Galeriewesen wie wir es kennen, beginnt im 19 Jahrhundert und wächst seit dem stetig. Aber eine Kunstgalerie ermöglicht es auch, dass man Kunstbilder kaufen kann. Es ist von grosser Bedeutung, dem Publikum die Kunst nahe zu bringen, zumal hierfür Eintrittsgelder eingenommen werden. Der eine oder andere Interessent am Kauf so mancher Kunstwerke soll ebenso von der Kunstgalerie angezogen werden. Aufgabe der Galerie ist es dann, zwischen dem Agenten des Künstlers und dem Käufer zu vermitteln. Hierzu zählen nicht nur Privatpersonen, sondern ebenso Abgesandte eines anderen Staates. Die Vermittlung zwischen den verschiedenen Künstlern und der Kunstgalerie, sowie die Organisation von Ausstellungen und Messen obliegen dem Galeristen mit seinen Angestellten. Hierbei muss immer die Sicherheit an erster Stelle stehen.