Was ist eine Kunstgalerie?

Die Bezeichnung Galerie stammt vom italienischen Wort „galleria“, was „langer überdachter Gang“ bedeutet und sich beispielsweise auf die Architektur der Uffizien in Florenz bezieht. Von hier aus entwickelte sich der Begriff weiter, indem er Gemäldegalerien und Kunstmuseen bezeichnete, schliesslich auch gewerbliche Verkaufsräume für Kunst.

Die Aufgaben einer Kunstgalerie bestehen in der Erhaltung von Kunstwerken und darin, den BesucherInnen die Kunst zu vermitteln. Ausserdem ist eine Kunstgalerie ein Betrieb, der mit Kunstgegenständen handelt.

Dabei geht es um Gemälde, Skulpturen und andere Werke, die der “bildenden Künste” angehören. Zu dieser Art von Galerien gehört auch die Galerie Orlando in Zürich.

Die Verwaltung von wertvollen Gemälden, Skulpturen und anderen Werken ist eine der Hauptaufgaben. Die Galeristen übernehmen dabei diverse Aufgabengebiete, wie beispielsweise Aufarbeitung, Pflege, Erhaltung, Vermittlung und Vermarktung.

 

Die Kunstgalerie als eine Art Marktplatz

Eine Kunstgalerie funktioniert wie ein Marktplatz für Kunstgüter.

Es gilt allerdings zu beachten, dass es unterschiedliche Galerietypen gibt, beispielsweise ergibt sich eine grobe Unterscheidung in Primärmarkt-Galerie und Sekundärmarkt-Galerie. Zweitere befasst sich mit dem Wiederverkauf bereits etablierter Kunstwerke.

Primärmarkt-Galerien hingegen spezialisieren sich auf «atelierfrische» Kunst. Sie sind immer auf der Suche nach neuen, aufstrebenden Künstlern. Die Auswahl eines Galeristen verläuft darüber, ob und welche Künstler und welche Werke zu dem jeweiligen Konzept passen. Wenn die Thematik der Ausstellung zum Stil der Galerie passt, besteht eine gute Chance, dass die Bilder genommen werden.

Eine weitere Unterscheidung der Galerien ergibt sich durch die Spezialisierung auf bestimmte Kunstströmungen oder Epochen bzw. auf zeitgenössische Kunst.

Die Galerie Orlando in Zürich hat sich hauptsächlich auf die Klassische Moderne und Moderne spezialisiert; man findet hier Kunstströmungen wie Kubismus, Bauhaus, Expressionismus, Konstruktivimus, Kinetismus und Schweizer Kunst. Kunden sowie BesucherInnen profitieren von jahrzehntelanger Erfahrung, der guten internationalen Vernetzung und der Zusammenarbeit mit vielen Künstlernachlässen, Vereinen und Institutionen.

Zeitgenössische Kunst hingegen ist in der Galerie Orlando nicht vertreten.

 

Eine Kunstgalerie arbeitet nicht kostenlos

Die oben genannten vielfältigen Aufgaben werden von der Kunstgalerie erledigt. Da eine Kunstgalerie in der Regel auf eigene Rechnung arbeitet, kann sie das nicht kostenlos tun. Alle Kosten – sei es Werbung, Druckkosten, Staffeleien, Aufhängevorrichtungen, Ausgaben für die Vernissage, Versicherung oder die Betriebskosten der Galerie selber – müssen vom Galeristen selbst getragen werden.

Dafür verwendet eine seriöse Kunstgalerie die Provision, die die Galeristen mit Künstlern oder den Besitzern von Kunstwerken vereinbaren.

 

Wie lange gibt es die Kunstgalerie?

Die Kunstgalerie ist keine Erfindung der Moderne. Schon früher wurden Kunstwerke der grossen Meister ausgestellt. Die ersten entstanden im Florenz des 16. Jahrhunderts. Zu jener Zeit war die Stadt in der Toscana die Hauptstadt für künstlerisches Schaffen. Die zumeist mit Ölfarben gemalten Gemälde wurden in den sogenannten „gallerie“ ausgestellt. Dies waren Bogengänge in den Obergeschossen der Uffizien.

Das moderne Galeriewesen, wie wir es heute kennen, beginnt im 19. Jahrhundert und wächst seit dem stetig.